Bauernsilvester: Warum heißt er so und und warum wird er am
30.Dezember gefeiert?
Vor allem im Mürztal wird am 30. Dezember der "Bauernsilvester" gefeiert.
Dem ungewöhnlichen Termin liegt eine Geschichte zugrunde,
die sich schon vor 200 Jahren ereignet haben soll:
Hier die Geschichte:
Es wird erzählt, dass einst ein Bauer aus Strallegg auf dem Rückweg von einem Gang
nach Graz in ein Schneetreiben geriet und vom Weg abkam. Hierauf soll er ein
kleines bärtiges Männchen getroffen haben, welches froh war, endlich nicht
mehr allein zu sein. So wollte es den Bauern auch nicht weiterziehen lassen,
sondern verlangte, dass er wenigstens Silvester mit dem Waldmännchen
verbringen sollte. Der schlaue Bauer behauptete aber bereits am nächsten Tag,
dem 30. Dezember, es sei Silvester, und konnte so am 31. Dezember,
dem tatsächlichen Jahreswechsel, wieder mit seiner Familie feiern.
Quellenangabe: Die Geschichte wurde auf der Gemeindeseite von
Mürzuschlag gefunden. Inzwischen wurde diese Information jedoch entfernt.
Die Feiern finden abends sowohl im Freien als auch in lokalen Gasthäusern statt.
Volkstümliche Kleidung ist angesagt, es wird Dirndl und Steireranzug oder
Krachlederne getragen. Gegessen werden bäuerliche Schmankerln
wie Gselchts, Sterz oder Bauerntoast, getrunken wird Punsch, Wein, Bier -
dazu gibts bevorzugt volkstümliche Musik und: der Spaß soll nicht zu kurz kommen.
So treffen sich alle, die das neue Jahr nicht mehr erwarten können,
am 30. Dezember zum "Bauernsilvester". Ob sie dann am 31. Dezember aber nochmals
auf den berühmten Glockenschlag warten, sei dahin gestellt.